Auch wenn es gerade in kleineren Betrieben noch nicht immer üblich ist, eine Unternehmensplanung zu erstellen, sollten Sie hier unbedingt aktiv werden.
Zwar ist es stets mit zusätzlichem Aufwand verbunden, eine fundierte Planung zu erarbeiten. Aber der Nutzen, den Ihr Unternehmen durch die Planung erzielen kann, übersteigt den Aufwand i. d. R. deutlich, wie die folgenden Ausführungen und Beispiele zeigen.

I. Klarheit über grundlegende Ziele und Absichten

Die Unternehmensplanung dient Ihnen zunächst dazu, sich Klarheit über die eigenen Ziele und Absichten für das kommende Jahr zu verschaffen, etwa über realistische  Verkaufszahlen und den erforderlichen Mitteleinsatz, um den Verkauf oder wichtige Investitionsvorhaben zu realisieren.

Praxistipp

Ressourcen sind grundsätzlich knapp, egal ob es sich um Mitarbeiter, Material oder Finanzen handelt. Daher sollten Sie stets so planen, dass vor allem ertragreiche Produkte gezielt weiter gefördert werden. Aber auch Neuprodukte müssen so lange mit ausreichenden Ressourcen bedacht werden, bis klar ist, ob Sie mit dem Produkt Geld verdienen können oder nicht. Schließlich stellen insbesondere Neuentwicklungen sicher, dass Sie auch in den kommenden Jahren ausreichende Umsätze und Gewinne erzielen können.

II. Transparenz bei Zahlen und Daten

Erst im zweiten Schritt sollten Sie die Ziele und Annahmen mit konkreten Planzahlen hinterlegen. Auch die Liquiditätsplanung und die Preiskalkulation sowie die Berechnung der Gewinnspannen oder Deckungsbeiträge für Produkte und Leistungen sind Bestandteil der Planung. Im operativen Bereich werden die Planzahlen auf Monate heruntergebrochen. Mit dieser „Stückelung“ lassen sich Besonderheiten, etwa Phasen mit höheren oder niedrigeren Umsätzen, besser abbilden und es ist klar erkennbar, wann mit welchen Verkaufserlösen, Kosten und anderen zahlungsrelevanten Vorgängen, z. B. Tilgungen oder Steuernachzahlungen, zu rechnen ist. Die monatliche Sicht hat auch den Vorteil, dass während  des Jahres in kurzen Abständen Vergleiche von Plan- und Ist-Zahlen vorgenommen werden können.

Praxistipp

Sie sollten Umsätze, Materialverbrauch und Roherträge möglichst für jeden Artikel einzeln planen. Gibt es dutzende oder hunderte Produkte, ist das jedoch oft zu aufwendig. In diesem Fall ist zu empfehlen, die Planungen je Produkt nur für besonders ertragreiche Artikel vorzunehmen und alle anderen Artikel gruppenweise zusammenzufassen und zu planen.

Bei der Identifizierung von ertragreichen und weniger ertragreichen Produkten und Dienstleistungen kann Sie Ihr Unternehmensberater mit Hilfe einer einfachen ABC-Analyse unterstützen.

III. Zentrales betriebswirtschaftliches Steuerungsinstrument

Für Sie hat eine Unternehmensplanung den weiteren Vorteil, dass Sie mit der Planung und den möglichst monatlich durchzuführenden Soll-Ist-Vergleichen ein leistungsfähiges betriebswirtschaftliches Steuerungsinstrument besitzen, das Ihnen laufend aufzeigt,

  • wie es in Ihrem Betrieb läuft oder
  • ob und vor allem wo es nennenswerte Abweichungen von den Zielen und Planungen gibt.

Praxistipp

Die Verteilung der Planzahlen auf Monate hat sich in der Praxis bewährt. Je früher Sie eine Abweichung bei den Planzahlen, d. h. den Zielen, erkennen, desto eher ist es möglich, durch kurzfristiges Eingreifen die ursprünglich geplanten Ziele doch noch zu erreichen. Excel-Planungstools können Ihnen hierbei wertvolle Hilfestellung leisten. Wenn Sie hierzu Fragen haben, dann sprechen Sie uns gerne an.

IV. Informations- und Kommunikationsinstrument

Die Unternehmensplanung ist ein wichtiges und zentrales Instrument, um interessierte Dritte vom Leistungsvermögen und den Zielen des eigenen Betriebs zu überzeugen. Wenn Sie einen Bankkredit benötigen, müssen Sie heute in jedem Fall eine Planung vorweisen, und zwar nicht nur für das kommende, sondern auch für die folgenden drei bis fünf Jahre.

Praxistipp

Sie sollten niemals nur mit „nackten“ Zahlen planen. Zu jeder Planung gehört eine Dokumentation, in der zumindest in Stichworten festgehalten werden sollte, wie man zu Annahmen und Planwerten gelangt ist. Damit lassen sich im Zweifel alle Zahlen nachvollziehen und gegenüber Dritten belegen. Gleichzeitig lässt sich so die Planung für die kommenden Jahre verbessern, weil Sie sich z. B. nicht mehr mühselig notwendige Verträge oder Anbieter geeigneter Studien heraussuchen müssen.

Eine Unternehmensplanung ist ein sehr komplexes Thema und ein unerlässliches Werkzeug für Ihre Unternehmensführung. Daher ist es sinnvoll, die Planung von einem externen Fachmann überprüfen zu lassen. Sie können so einen neutralen Blick von Außen auf das Unternehmen werfen lassen und zusätzlich wertvolle Ratschläge einholen.

Fragen rund um das Thema Unternehmensplanung können Sie im Rahmen eines kostenlosten Beratungsgesprächs stellenSchreiben Sie uns eine E-Mail und vereinbaren Sie einen Termin.